Der Melibokus –
Touristenmagnet an der Bergstraße

Geographisch handelt es sich bei dem 517 m hohen Berg um die höchste Erhebung des Bergstraßen-Odenwaldes. Er ragt über die verschiedenen Anhöhen hoch hinaus und ist mit seinem imposanten Gipfel Wahrzeichen der Region. Von hier aus kann man in „alle Herren Länder“ schauen und hat einen eindrucksvollen Blick in den Oberrheingraben.

Der Name „Melibokus“ stammt aus dem 16. Jahrhundert. Er war eigentlich dem „Harz“  zugedacht. Warum er allerdings hier seinen Einzug hielt, ist  unbekannt. Es soll sich angeblich um eine Verwechslung handeln.

Der Melibokus trug davor den Namen „Malschen“. Dieser Name lässt sich von dem lateinischen Begriff „Mons malscus“ (Spitzberg) ableiten. Er könnte aber auch ein Berg mit einem „Mal-Stein“ bedeuten, denn auf seiner Spitze befanden sich einst Malsteine, die die  Himmelsrichtungen angaben.

 

 

Der Touristenmagnet


Touristisch ist der Melibokus ein einzigartiger Anziehungspunkt. Er lockt besonders Wanderer an, aber auch Mountainbiker und Sportflieger.
Ab dem Parkplatz „Not-Gottes-Kapelle“ ist eine Fahrt mit dem Auto nicht zugelassen.

Schon zu allen Zeiten war der Melibokus ein beliebtes Ausflugsziel. Bereits im Jahre 1772 ließ Landgraf  Ludwig IX. einen ersten Aussichtsturm bauen. Er wurde am Ende des 2.Weltkrieges 1945 von der deutschen Wehrmacht gesprengt, damit er nicht den Amerikanern in die Hände fallen sollte. Im Jahre 1966 konnte dann ein neuer 22 Meter hoher Turm errichtet werden, um den Tourismus wieder zu beleben. Heute sind  vor allem der Melibokusturm-Verein sowie Bensheim mit dem Stadtteil Auerbach, Zwingenberg und Alsbach-Hähnlein bemüht, alle Aktivitäten naturverträglich zu gestalten. Im Jahre 2011 wurde der Melibokusturm grundlegend renoviert.

Die Gebühr für die Turmbesteigung beträgt zur Zeit 1,-- € für Erwachsene und 0,50 € für Kinder. Die Gebühr ist beim Wirt des Erfrischungsraumes zu entrichten.

Die Einnahmen aus der Gebühr fließen in die bauliche Erhaltung des Turmes.

 

 

Was gibt es zu sehen?


Der Blick geht weit in den Odenwald – und natürlich besonders interessant in den Oberrheingraben, von Heidelberg im Süden, Worms im Osten und Frankfurt im Norden. Dahinter zeigt sich die Hügelkette der Pfalz.

Klicken Sie sich durch das große Blickpanorama, dass sich in Form von Tafeln auch auf dem Melibokusturm wiederfindet – eine Spende des Rotary Clubs Bensheim-Heppenheim im Jahre 2013.

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Daten


Geologisch ist der Melibokus ein „Pluton“ (auskristallisierter magmatischer Gesteinskörper) mit Verwitterungskegel.

Höhe:  517,4 Meter über Normal Null NN
Koordinaten:  (UTM) 32 U 473765 – 5508100 (Standort Aussichtsturm)
Lage:  Gemarkungsgebiete der Stadt Bensheim (Stadtteil Auerbach), der Gemeinde Alsbach-Hähnlein (Ortsteil Alsbach) und der Gemeinde Seeheim-Jugenheim Ortsteil Jugenheim).
Im Gipfelbereich grenzen die Gemarkungen Auerbach und Alsbach aneinander. Die Stadt Zwingenberg grenzt an die westliche Flanke des Bergstocks.

Die Außengastronomie am Turm ist unter Hygieneauflagen wieder geöffnet. Es gelten die Bestimmungen der jeweils aktuellen Hessischen Coronavirus-Schutzverordnung.

Daneben besteht weiterhin das Angebot von Speisen und Getränken "To Go", wobei hier der Verzehr im direkten Umfeld des Turmes untersagt ist.

Geöffnet ist regelmäßig am Samstag, sowie an Sonn- und Feiertagen, von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Turmbesteigungen sind in Abstimmung mit dem Wirt des Erfrischungsraumes und unter Einhaltung der Abstandsgebote wieder möglich.

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Flugzeugaufnahme des Melibokusturms 1975 mit Blick nach Zwingenberg und Alsbach-Hähnlein
Ansichtskarte von 1975 (Verlag Gebrüder Metz, Tübingen)

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